Sonntag, 16. Februar 2020
Portfolio minimieren
Apr 12

Erstellt von: Thomas Huber
12.04.2010 19:45 

Mobile Monday titelt „mobile app eats mobile web”. Es lässt sich erkennen, dass die reine Browser-Fokussierung an Fahrt verliert – das Konzept lässt sich nicht durchrangig durchdrücken. Googles Bemühungen alles in den Browser verlegen zu wollen scheint im mobilen Markt nicht zu greifen. Das hat mehrere Gründe:
 - Netz ist nicht immer vorhanden
 - Eine Web-Site wie Google-Mail offline-fähig zu machen ist deutlich umfangreicher als eine native Applikation zu entwickeln
 - im Browser ausgeführtes JavaScript benötigt deutlich mehr CPU-Ressourcen als nativ kompilierte Applikationen
 - es gibt zu viele unterschiedliche Plattformen für RIAs (Rich Internet Applications)
 - Erweiterungen für RIAs, die es erlauben auf Sensoren, das File-System, Adress-Buch etc. zu zugreifen gelten als unzureichend sicher

Am Freitag (9. April) hat Apple für einigen Wirbel gesorgt, als sie durch die Änderungen im iPhone-SDK-License-Agreement so prominente Produkte wie den Adobe Flash-To-Iphone-Converter und MonoTouch in eine unbequeme Position manövrierten. daringfireball.net/2010/04/why_apple_changed_section_331
Bei mhealth-IT gehen bei solchen SDK-Agreement-Änderungen ebenfalls die Warnlampen an. Unser Crossplatform-Framework wird nicht durch diese Änderungen beeinflusst, nichts desto trotz sehen wir mit Besorgnis die Unberechenbarkeit dieses einen Players für das gesamte Ökosystem der mobilen Applikationsentwickler. Oliver Lauer vom MobileMonday sagt es mit diesen Worten:
> Allerdings bringen neue Modelle nicht immer nur Vorteile mit sich, sondern
> auch Gefahren. Einige sprechen schon von den "Wallet Garden der Moderne"
> und vom deutlichen Rückschritt in Bezug auf die Freiheiten des Endusers.
> Und neue, mobile Geräte, wie das aktuelle iPad demonstrieren auch, wie eingeschränkt
> ein Endgerät werden kann, wenn es komplett bzw. ausschliesslich auf App- und
> Appstore-Technologie fokussiert.“

Sind die Firmen, die wir bisher beraten haben unserer Empfehlung gefolgt (was zugegeben nicht immer der Fall war), so lagen sie immer richtig, ich hoffe wir können diese Trefferquote durch stetige Marktbeobachtung und durch die Breite unserer Aktivitäten unsere Trefferquote weiterhin so hoch halten. Es wäre für uns und unsere Kunden nicht förderlich, wenn Roadmap-Änderungen nötig werden, weil Technologien auf Smartphone-Plattformen plötzlich nicht mehr nutzbar wären - dies wirft ein schlechtes Licht auf beide Parteien, sowohl auf den Technologie-Lieferanten als auch auf den Smartphone-Hersteller und nicht zuletzt auf die Branche der mobilen Software-Entwickler-Schmieden, die aufgrund von "launischen" Marktteilnehmern Kundenprojekte verlieren.

Mit den genannten Dingen im Hinterkopf, wie kann eine homogene, zukunftsfähige App-Strategie über alle Plattformen hinweg aussehen?

Diese qualitativen Anforderungen stellt mhealth-IT an eine Hybrid Application:
 - Crossplatform-fähig
 - starke Verzahnung mit einem Web-Portal und dem darauf angelegten User-Login
 - verschlüsselte Authentifizierung gegenüber dem Web-Portal
 - Offline-fähig (auf jeder Plattform)
 - keine Irritation durch ungewohnte Ausrollprozesse
 - Software-Lifecycle-Management über alle Software-Plattformen hinweg konsistent
 - geringer Foot-Print für Datenhaltung und -synchronisation trotz (oder gerade wegen) des Compatibility Layers
 
All diese Anforderungen müssen erfüllt werden um dem gehobenen Standard einer mhealth-Applikation gerecht zu werden. Seit einem Jahr arbeiten wir konkret an dem Projekt „Mobile-Assistance-Framework“, sieben Jahre mobile Software-Entwicklungserfahrung fließen ein.

Die Latte für eine anspruchsvolle mobile Applikation generell, nicht nur in Gesundheitsanwendungen, sollte aber ebenfalls so hoch gehängt werden – deshalb auch der Titel dieses Blogs „Hybrid Applications done right!“
 

 

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