Sonntag, 20. August 2017
Portfolio minimieren
Okt 18

Erstellt von: Thomas Huber
18.10.2010 10:33 

In unserem Blog spannen wir ein weites Feld auf. Wer ist schon Smartphone-Entwickler, Elektro-Ingenieur und gleichzeitig NoSQL-interessiert? Der Artikel mit der kürzesten Besuchszeit (laut Analytics) ist "Jede mobile Anwendung hat einen riesigen Feind - den eigenen Stromverbrauch". Dabei finde ich ist der Artikel wichtig. Dies wurde einmal mehr durch einen Artikel in der online-Ausgabe Technology Review untermauert www.heise.de/tr/artikel/Handy-User-unter-der-Lupe-1109099.html

Aufhänger des Artikels ist folgender Satz:
"Ein Hauptproblem bei Smartphones ist und bleibt die Batterielaufzeit", sagt Falaki, der sein Paper nächsten Monat auf der "Internet Measurement Conference" im australischen Melbourne vorstellen wird.
Hier sein Paper:
www.cs.ucla.edu/~falaki/pub/imc153s-falaki.pdf
Wir sind uns der Energieproblematik seit 2007 bewusst, von damals stammt unsere Messung der einzelnen Einflussfaktoren bei einem Smartphone: inprimo.org/information/Fachartikel-Mocomed.pdf
Die Smartphone-Hersteller sind nicht dazu bereit von einem sehr kompakten Gerät weg zu gehen, um dafür einen größeren Akku ein zu bauen. Im Gegenteil, beim Schritt von iPhone 2G auf 3G wurde ein UMTS-Modul eingebaut, dafür wurde es etwas dicker, trotzdem die Akkulaufzeit kleiner - beides wurde in Vergleichstests bemängelt. Beim iPhone 4G wurde nun das Multi-Tasking-Feature eingebaut. Das iPhone 3G mit einer aktuellen Firmware hält deutlich weniger lange durch, als mit der alten Firmware, prompt werden solche Dinge bemängelt.

Die geschilderten Aspekte sind einfach nur logische Konsequenzen - leider besteht bei den heutigen Meinungsbildnern kein Interesse daran solche Sachverhalte auf zu klären, damit liegt man nicht mehr im Mainstream. Es ist Aufgabe der Entwickler gute Lösungen an zu bieten, die dennoch eine lange Laufzeit gewährleisten. Symbian hat seit dem ersten Tag Multi-Tasking und eine hervorragende StandBy-Zeit, kein Mensch bricht eine Lanze dafür. Nein, es wird dafür kritisiert, dass es für Entwickler zu kompliziert sei.

Unser Mobile-Assistance-Framework ist so aufgebaut, dass es nur einen minimalen Overhead benötigt, es die meisten Lesezugriffe aus dem Local-Data-Store heraus bedienen kann, es dem Entwickler viele sicherheitskritische Aspekte abnimmt und über mehrere Plattformen hinweg gemeinsame APIs anbietet. Wenn man so will eine Cache-Architektur unter Einbeziehung der Tatsache, dass auf einem Smartphone lokaler Speicher ohne Ende zur Verfügung steht.

Stromverbrauch ist wichtig - man muss im Hinterkopf behalten, dass übertragene Daten eine Menge Energie kosten. Berechnungen (auf der lokalen CPU), lokale Speicherzugriffe, die Beleuchtung des Bildschirms kosten zwar auch Energie, am meisten wird aber der Austausch von Daten zwischen Server und Smartphone wiegen.

 

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